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Heidelberg |
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Mit seiner landschaftlichen Schönheit, dem harmonischen Ensemble von Schloss,
Altstadt und Fluss inmitten der Berge gilt Heidelberg als eine der schönsten
Städte Deutschlands. Jahr für Jahr reisen Millionen von Touristen an, um sich
vom "Mythos Heidelberg" bezaubern zu lassen. Heidelberg wurde in die vorläufige
deutsche Liste zur Aufnahme in die
Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen.
Die Stadt der ältesten
Universität Deutschlands (seit 1386) blickt auf
eine über 800-jährige
Geschichte zurück. Das moderne Heidelberg
besticht durch zukunftsweisende Wissenschaft und Forschung, ist
entwicklungsstarker Wirtschaftsstandort und lebendiger Mittelpunkt des
Rhein-Neckar-Dreiecks. Weltoffenheit und
Internationalität kennzeichnen die Stadt am Neckar, die intensive
Städtepartnerschaften in aller Welt unterhält.
14 Stadtteile auf einer Gemarkungsfläche von 109 Quadratkilometern und mit
insgesamt circa 140.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gehören heute zu
Heidelberg. Die
Stadtentwicklung Heidelbergs orientiert sich am
"Stadtentwicklungsplan
Heidelberg 2010". Er wurde im Frühjahr 1997 vom Gemeinderat
verabschiedet und legt als
Lokale Agenda 21 die Leitziele städtischer
Politik auf dem Weg ins 21. Jahrhundert fest. Dies war einer der Hauptgründe für
die Auswahl Heidelbergs als Modellstadt im Forschungsfeld
"Städte der Zukunft", mit dem das
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen im Rahmen des
Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) zukünftige Strategien für eine
nachhaltige Stadtentwicklung erproben will.
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Handschuhsheim/Tiefburg |
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Nördlich von Heidelberg in der Rheinebene, am Fuß des geschichtsträchtigen
Heiligenbergs liegt das 1903 eingemeindete ehemalige Dorf Handschuhsheim mit
heute rund 16.000 Einwohnern.
Seine erste Erwähnung fällt bereits in das Jahr 765 - ein fränkischer Edelmann
vermacht in einer Schenkungsurkunde der Abtei Lorsch den ihm gehörenden Weinberg
in "Hantscuhesheim" am Neckar im Lobdengau. Auch die Römer haben hier ihre
Spuren hinterlassen. Reste von Wohnungen, einer Villa und einem Gräberfeld am
Hilzweg sowie einem Tempelbezirk auf der Kuppe des Heiligenbergs sind noch heute
zu sehen.
Während des 12. Jahrhunderts ist es das Geschlecht der Edlen von Schauenburg,
das seine Herrschaft über Dossenheim, Handschuhsheim und Neuenheim wie auch die
Klöster auf dem Heiligenberg begründen kann. Später hat das Geschlecht derer von
Handschuhsheim hier seinen Sitz, von dem das Dorf Namen und Wappen bezieht und
deren (Tief-)Burg sich in der Ortsmitte erhalten hat. Das Geschlecht erlischt zu
Beginn des 17. Jahrhunderts. In die Erbfolge tritt die Familie von Helmstadt
ein, deren Sproß Graf Bleickard 1950 die Tiefburg an die Stadt Heidelberg
verkauft.
Gegenüber der Tiefburg befindet sich das Gut mit dem sogenannten
Handschuhsheimer Schlößchen. Ab 1783 hält die Familie Rottmann das Gut, die
durch den berühmten Maler der Romantik Carl Rottmann (1797-1850) hervortritt.
Später gelangt das Gut an den Engländer J.B. Graham, der dem Schlößchen den nach
ihm benannten Grahampark hinzufügt. 1919 geht auch dieser Besitz auf die Stadt
über, die hier die Städtische Musik- und Singschule einrichtet.
Ein weiteres bedeutsames Bauwerk ist die St. Vituskirche, die älteste Kirche auf
Heidelberger Stadtgebiet. Um 770 steht an gleicher Stelle eine karolingische
Kapelle. Aus dieser Zeit haben sich ein "Triumphbogen" und Reste der östlichen
Turmmauer erhalten. 1053 bis 1057 entstehen ein Neubau im romanischen Stil.
Besondere Bedeutung erfährt die Kirche aufgrund der alten Grabdenkmäler.
Seit 1910 verfügt auch die evangelische Kirche über ein eigenes Gotteshaus. Die
Kirche, vom Raumtyp her eine sogenannte Predigtkirche, bildet ein malerisches
Ensemble mit verschiedenen Stilrezeptionen. Der Turm entwickelt sich gar zum
Wahrzeichen des Stadtteils.
Dem eigentlichen Odenwald vorgelagert befindet sich auf Handschuhsheimer und
Neuenheimer Gebiet der rund 440 Meter hohe Heiligenberg mit seinen zwei Gipfeln.
Er dient früh Kelten und Römern als Kultstätte; zwei Ringwälle aus der Zeit vor
Christi Geburt sind erhalten geblieben ebenso wie römische Steinfragmente mit
Weiheinschriften. Abt Thiothroch von Lorsch erwählt Ende des 9. Jahrhunderts den
Ort zur Anlage des Klosters St. Michael. Im 13. Jahrhundert folgen den
Benediktinern die Prämonstratenser. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung
"Allerheiligenberg - Heiligenberg". Auf der vorderen Bergkuppe gründet Diakon
Arnold vom Kloster St. Michael um 1090 eine Klause mit Kapelle, die vier Jahre
später zur Propstei erhoben und dem Heiligen St. Stephan geweiht wird.
Bis in die Neuzeit ist das Landschaftsbild in der Ebene von zahlreichen
Treibhäusern und Feldern, das der Berghänge von Weinstöcken geprägt. Die
Verbindung von Landwirtschaft und Wohnsiedlung hat Handschuhsheim schon früh zu
einem gesuchten Ziel vieler Wohnungssuchender werden lassen, die seine schöne
Lage an der Bergstraße und die Nähe des Odenwalds schätzen. Zahlreiche Vereine
zeugen von einem erfreulich vielfältigen kulturellen Leben.
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